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EU FP7 School of the Future Broschüre

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Titelseite der School of the Future-Broschüre.

Titelseite der School of the Future-Broschüre.

 Das School of the Future-Projekt wurde im Jahr 2011 als Demonstrationsprojekt im 7. Forschungsrahmenprogramm der Europäischen Union gestartet. Der zugehörige Förderaufruf hatte als Schwerpunkt „Demonstration von Energieeffizienz durch die Sanierung von Gebäuden“. Dabei sollten ganzheitliche Sanierungsmaßnahmen an Gebäuden mit hohem Multiplikationspotential für weite Gebiete Europas geplant, durchgeführt und evaluiert werden. Der Heizenergieverbrauch für die Raumkonditionierung der Gebäude sollte um mindestens 75 % durch die Sanierung reduziert werden. Begleitende Maßnahmen sollten eine Verbesserung des Nutzerverhaltens und eine Langzeitmessung beinhalten. Da das zugehörige Arbeitsprogramm in Zusammenarbeit mit der Energy-Efficient-Building-European-Initiative der European Construction Platform entwickelt wurde, war auch ein Mitwirken von Industriepartnern im Projekt gewünscht.

 

Der Projektvorschlag ‚School of the Future‘ trug diesen Anforderungen Rechnung, indem der Fokus des Projekts auf der Sanierung von vier Schulgebäuden in vier europäischen Ländern mit unterschiedlichem Klima lag. Neben den Gebäudeeigentümern aus dem Bereich der öffentlichen Hand nahmen zusätzlich fünf Forschungsinstitutionen und vier Industriepartner am Projekt teil (siehe auch die Zusammenstellung der Projektpartner auf Seite 38). Die Gebäudesanierungen umfassten an allen vier Standorten Maßnahmen an der Gebäudehülle und an der beinhalteten Anlagentechnik sowie die Nutzung von erneuerbaren Energien. Als energetische Verbesserung hatten sich die Projektpartner folgende Ziele gesetzt:

 

  • Reduzierung des Heizenergieverbrauchs um 75 % (wie im Förderaufruf festgelegt)
  • Reduzierung des gesamten Endenergieverbrauchs um Faktor 3 (d.h. um zwei Drittel)

 

         4 Demonstrationsgebäude aus dem ‘School of the Future’-Projekt

 

Der gesamte Endenergieverbrauch beinhaltet die Raumheizung, das Warmwasser, die Lüftung, die Beleuchtung und den weiteren Stromverbrauch der Gebäude. Keines der 4 Schulgebäude wurde gekühlt. Der Energieverbrauch der Gebäude nach der Sanierung wurde über mindestens ein Jahr innerhalb des Projekts und anschließend auch noch länger durch die Gebäudeeigentümer gemessen. Zusätzlich zur gesteigerten Energieeffizienz widmete sich das Projekt auch dem Innenraumkomfort der vier Schulen. Das Ziel war hier:

 

  • Verbesserung des Raumklimas mit Auswirkung auf die Leistungsfähigkeit der Schüler

 

Die Veränderungen des Raumklimas wurden anhand von Kurzzeitmessungen und Fragebögen analysiert. Die vier sanierten Schulen sind keine Nullenergieschulen. Dies war mit den angestrebten energierelevanten Investitionskosten von 100 €/m² nicht realisierbar. Sie weisen jedoch wie geplant weit geringere Energieverbräuche auf als die nationalen Anforderungen für Gebäudesanierungen und sind so Wegweiser für noch energieeffizientere Schulgebäude. Die weiteren Arbeiten im Projekt, so z. B. die Sanierungsleitfäden, zeigen auf, wie ein Gebäude mit null Emissionen oder gar Energieüberschuss (Plusenergiegebäude) erreicht werden kann.

 

Insgesamt ruhte das Projekt auf drei Säulen: der Demonstration, der Forschung und der Dissemination. Die Ergebnisse der einzelnen Arbeitsbereiche wurden in der Broschüre zusammengefasst und sind auf der Projektwebsite www.school-of-the-future.eu erhältlich. Im Januar 2016 endete die erfolgreiche Zusammenarbeit der insgesamt 13 Projektpartner.

 

The English version of this brochure can be found here.